Wahlrecht

Nach dem GG Art 20.2 geht alle Staatsgewalt vom Volk aus.
Und die Parteien wirken dabei nur mit (GG Art. 21.1),
daß diese bei der Meinungsbildung dominieren, ist also schon sehr bedenklich und eigentlich mit dem GG nicht mehr vereinbar.
Nach Art. 28 muß in den Ländern, Kreisen und Gemeinden das Volk eine Vertretung haben,
die aus allgemeinen, unmittelbaren, freien, gleichen und geheimen Wahlen hervorgegangen ist

Weiter: GG Art. 38 [Wahlrecht]
(1) Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt.
Sie sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen [und einem Fraktionszwang?] unterworfen.
(2) Wahlberechtigt ist, wer das achtzehnte Lebensjahr vollendet hat; wählbar ist, wer das Alter erreicht hat, mit dem die Volljährigkeit eintritt.
(3) Das Nähere bestimmt ein Bundesgesetz (nämlich das BundeswahlGesetz etc.)
und dort liegt der Hase schon im Pfeffer:

Beispiel: bei einer lesbischen oder homo-Partnerschaft sind also alle Partner wahlberechtigt, 100%.
In einer "normalen Familie" aber die Kinder -trotz allgemeinen Wahlrechts- nicht. Also max 66%.
Hier wiederspricht sich das GG, denn Ehe und Familie genießen ja angeblich besonderen Schutz (Art 6 GG).

Eine Überprüfung durch das BVG in Karlsruhe können sie sich abschminken:
Die Richter dort waren bis zu ihrer Ernennung stramme Parteisoldaten und wären sonst nicht in diesen Stand gehoben worden.
Ein Leserbrief brachte es auf den Punkt. Er schrieb:
"Was erwartest Du in einem Mafialand von einem Mafia-Richter? Ein Mafia-Urteil!"
Tatsächlich werden -nach sehr hohen Hürden an Zeit und Geld- die Verfassungsbeschwerden zu 99,5% abgelehnt. Sie werden erst garnicht angenommen. Damit sowas bestimmten Richtern nicht vorwerfbar wird,
wird diese Nichtannahme von drei höchstbezahlten Richtern mehrheitlich und anonym (Beratungsgeheinmis!) "entschieden".
Ihre Chance einer Verfassungsbeschwerde steht de facto ca. 1 zu 200 (siehe wiki), - oder sie sind sehr prominent.

Nun gibt es -zig Details zu Wahlen: über Voraussetzungen, aktives und passives Wahlrecht, Fristen & Termine
Einsprüche gegen das Wahlregister, wer darf NICHT wählen, jeweils unterschiedlich bei Bund und in den Ländern,
wann gilt die 5 %-Klausel nicht und was hat es mit der 0,5%-Klausel auf sich, viele Möglichkeiten wie man es besser (oder auch: noch schlechter!) machen könnte ... u.v.a.m.

Für alle diese Fragen empfehle ich  die Webseite www.wahlrecht.de 
Eine Fundgrube über alles zum Wahlrecht! Mit Links zu den Gesetzestexten.
Inklusive der immer aktuellen Sonntagsfrage in Bund und Ländern von allen bekannten Institutionen.